Badespaß
in Urbach
Das Freibad ist bei entsprechender Witterung wochentags von 13-19.00 Uhr geöffnet, an Wochenenden von 11-19.00 Uhr. Ob geöffnet ist, kann unter folgender Nummer erfragt werden: 0 26 84 / 97 66 030 (Kiosk)
| Eintrittspreise |
| Kinder u. Jugendliche |
1,50 € |
10er Karte 12,00 € |
| Erwachsene |
2,50 € |
10er Karte 20,00 € |
Feierabendtarif für Erwachsene
(ab 17.00 Uhr) |
1,50 € |
|
Seit
fast acht Jahrzehnten hat der Westerwald-Ort Urbach nunmehr ein eigenes
Freibad. Durch viel Engagement, Eigeninitiative und
clevere Lösungen haben es die Ortsgemeinde und die ortsansässigen
Vereine bis heute geschafft, vielen Schwimmbadfreunden ein Freizeitvergnügen
ohne großen Schuldenberg zu bieten.
Die Zehnerkarte für Erwachsene kostet 20,- Euro, für
Kinder gar nur 12,- Euro und trotzdem keine Spur von Renovierungsbedarf.
Im
Freibad geht es piekfein zu. Sauber und gepflegt präsentiert
sich die Anlage, die der Verkehrs- und Verschönerungsverein
betreibt. Wer hier badet, hat seinen Spaß zwichen Schwimmbecken,
Wasserrutsche, einem Beachvolleyball-Feld und der Liegewiese mit
den großen alten
Bäumen.
Die jährlichen Kosten für Betrieb und Personal werden durch clevvere
Lösungen und viel ehrenamtliches Engagement niedrig gehalten und
tragen im wesentlichen zur Wirtschaftlichkeit der Anlage bei. Selbst
in schlechten Freibad-Sommern macht der Verein als Betreiber des
Bades nur kleine Defizite. im ersten Betriebsjahr des renovierten
Bades - 1995 - gab es Dank eines tollen Sommers sogar einen Überschuss
in der Kasse, der durch den Super-Sommer 2003 sogar noch übertroffen
wurde. Dadurch wird das Bad zu einem preiswerten Vergnügen für
die Urbacher Bürger und die der umliegenden Ortschaften.
Die niedrigen Betriebskosten können im wesentlichen durch eine
Solaranlage erreicht werden, die das Wasser bis zu 26 Grad aufheizt.
Die Technik wird von einem Vereinsmitglied aus der Nachbarschaft
betreut. Die Beckentiefe von 1,35 Metern erlaubt es, sogar auf
einen Bademeister zu verzichten, eine professionelle Aufsicht durch
die DLRG Dierdorf reicht im wesentlichen aus.
Die Rutsche wurde einst kostenlos aus dem Frankfurter Raum organisiert
- dort wurde das gute Stück gerade ausgemustert. Dazu kommt eine
hohe Flexibilität beim Management. Macht das Wetter mal nicht mit,
bleibt die Technik ausgeschaltet, die immerhin 60 Prozent der Betriebskosten
ausmacht.
Der Pächter des Kiosk hat den Kartenverkauf übernommen
- scheint die Sonne nicht, bleibt auch hier der Rolladen unten
und es gibt
keine Kosten. Dazu kommen weitere viele ehrenamtliche Stunden von
Vereinsmitgliedern.
Unvorstellbar, dass es in den 80er Jahren beinahe mit der Bade-Herrlichkeit
zu Ende gegangen - wäre es nach dem Willen des Kreistages gegangen.
Das alte Bad aus dem Jahre 1926 - vom Turnverein gebaut - war damals
völlig marode, das Badewasser entsprach nicht mehr den Qualitätsansprüchen,
als der Kreis als inhaber des Bades beschloss, das Ganz abzureißen.
Rettung kam in letzter Sekunde durch die Gerichte: Die Turn- und
Sportgemeinschaft Urbach Dernbach e.V. konnte sich auf ihr eingetragenes
Recht im Grundbuch berufen, das Bad für den Verein nutzen zu dürfen.
Die Ortsgemeinde Urbach sprang schließlich ein und am 08. Juli
1995 war das neue Bad fertig - gebaut mit Mitteln von Land, Landkreis,
Verbandsgemeinde Puderbach, Kirchspiel Urbach, Ortsgemeinde Urbach
und dem Verkehrs- und Verschönerungsverein Urbach e.V. - und vor
allem mit viel Eigenleistung - 1.500 Stunden insgesamt.
Dieses Engagement ist im Dorf bis heute erhalten geblieben. Wer
damals jahrelang gemauert und geputzt, gestrichen und gesägt hat,
steigt nicht einfach aus. Die alljährliche Grundreinigung im Frühjahr
ist nur einer der "Pflichttermine" die dafür sorgen, dass den Menschen
aus Urbach und Umgebung eine mehr als günstige Freizeiteinrichtung
erhalten bleibt.
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